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CV (Lebenslauf): G.Tauberschmidt: Dez2017

 

 Buchvorstellung

Streit um die richtige Bibelübersetzung: Warum können Bibelausgaben so verschieden sein? (R. Brockhaus Verlag Nov. 2007).

 

 

Warum gibt es eigentlich so viele deutsche Bibelübersetzungen und warum unterscheiden sie sich zum Teil so stark voneinander? Eine Frage, die viele bewegt.

Gerhard Tauberschmidt, selbst Bibelübersetzer, stellt in diesem Buch grundlegende Prinzipien der Bibelübersetzung vor. Dabei berücksichtigt er viele Facetten: Er untersucht sowohl gängige deutsche Bibelübersetzungen (bis hin zur "Bibel in gerechter Sprache" und der "Volxbibel") als auch solche aus dem missionarischen Kontext fremder Sprachen.

Besonders faszinierend sind die Entdeckungen, die Tauberschmidt im Bereich der Septuaginta-Übersetzung macht. Diese könnten zu einem ganz neuen Verständnis alttestamentlicher Überlieferung führen.

 

Buchrezension

 ,,Streit um die richtige Bibelübersetzung"

von Prof. Dr. Christoph Stenschke, Bergneustadt

Spätestens beim persönlichen oder gemeinsamen Bibelstudium mit mehreren Übersetzungen fällt auf, dass und teilweise auch wie sehr Bibelübersetzungen voneinander abweichen können. Die vorliegende Studie eines langjährigen und hochqualifizierten Wycliff-Mitarbeiters zeigt allge-meinverständlich und anhand vieler Beispiele auf, warum dem so ist. Diese Abweichungen ergeben sich durch unterschiedliche Sprachstruktur, Kultur und Denkweise zwischen der Zeit der Abfassung und heute, aufgrund verschiedener Interpretationen des Urtexts, aufgrund sprachlicher Faktoren sowie aufgrund von Mängeln in Übersetzungen. Ferner treffen Übersetzer unterschiedliche Entscheidungen bei der Übersetzung von Zitaten (AT im NT, Einflüsse des NT auf die Sprachgestalt des AT). Verschiedene Texttypen werden unterschiedlich berücksichtigt. Auch die unterschiedliche Bewertung von Textvarianten im hebräischen und griechischen Urtext führt zu Abweichungen. 

Gerhard Tauberschmidt schließt mit einem Plädoyer für weltweite Bibelübersetzung und Hinweisen für den Gebrauch verschiedener Übersetzungen. Der Band endet mit einer detaillierten Darstellung und sachlichen kritischen Würigung der Volxbibel und der Bibel in gerechter Sprache.

Neben instruktiven Beobachtungen und Erklärungen bricht Tauberschmidt eine Lanze für sog. kommunikative Bibelübersetzungen. Sie legen Wert darauf, dass die Inhalte der Bibel den Empfängern auf klare und verständliche Weise nahegebracht werden. Dabei zieht der Autor neben deutschen Übersetzungen eine von ihm verantwortete Übersetzung aus Papua-Neuguinea sowie die griech. Übersetzung des AT heran, um die Probleme einer streng wortgetreuen Übersetzung aufzuzeigen. Manche der Prinzipien hinter modernen kommunikativen Über-setzungen finden sich bereits in der noch in vorchristlicher Zeit entstandenen griech. Übersetzung des AT und sind daher keine ,,Kinder" der Aufklärung. Damit weist T. überzeugend eine ganze Reihe von Vorwürfen zurück, die jüngst von verschiedener Seite gegen kommunikative Bibelübersetzungen und die weltweite Arbeit des Missionswerks Wycliff erhoben wurden.

Insgesamt eine umfassende Einführung in das Thema Bibelübersetzung. Der Band hilft, verschiedene Übersetzungen einzuordnen und ihrer Zielsetzung gemäß einzusetzen sowie die Unterschiede zwischen Übersetzungen zu verstehen.

 

Quelle: "Welt der Schrift" 4/2008, S. 13

 

Weitere Titel siehe unter CV & Book Info.

  

 

Wycliff  | RigoMero@veregauka.net